Quasimodo

Jugendstück ab 14

frei nach dem Roman „Der Glöckner von Notre-Dame“

von Victor Hugo

3D/7H

 

Musiktheaterfassung:

mit Musik von Tilman Kannegießer

geeignet für großes Ensemble

Uraufführung am 15.11.2014 an der Freien Waldorfschule Kreuzberg, Berlin

 

„So einer kann doch kein Mensch sein!“:

Quasimodo, der Hässliche, das Monster, der Bucklige, Ausgeburt der Hölle, ein Freak. Seit 16 Jahren lebt der so Genannte bei Frollo, dem Priester von Notre-Dame. Stündlich läutet er dort die Glocken, halb taub geworden von ihrem Dröhnen. Er ist längst kein Kind mehr, und er vertraut Frollo nicht mehr blind. Doch Quasimodo kennt nur ihn, niemand sonst hat je mit ihm gesprochen, niemand außer Frollo sah ihn je ohne Entsetzen an. Bis er Esmeralda trifft, die schöne, tanzende Esmeralda. Er rettet sie vor den Schergen des Königs, der sie der Hexerei bezichtigt, und er bringt sie nach Notre-Dame. Zum ersten Mal in seinem Leben versucht Quasimodo einen Dialog, lernt er Gefühle kennen und das Vertrauen in einen anderen Menschen. Doch man schreibt das Jahr 1482 und für eine Hexe und einen Hässlichen kann es in dieser Zeit kein glückliches Ende geben. Denn beide entsprechen nicht dem, was die Gesellschaft als „Mensch“ definiert hat. So stirbt die Hexe auf dem Scheiterhaufen und der Freak weist sich freiwillig den einzigen Platz zu, den er bekommen kann: im Grab an ihrer Seite zu liegen. Dass zugleich des Königs Hexerei „Alchimie“ genannt wird und also legitim ist, und dass selbst der so nächstenliebende Priester ein hässliches Herz unterm Talar haben kann, beweist dabei nur, wie flexibel die Gültigkeit gesellschaftlicher Urteile sein kann.

 

Aufführungsrechte: 

Verlag für Kindertheater Hamburg