Luther

                                                                                         Grafik: Sina Weber

Uraufführung am 1.10.2017 um 18.00 Uhr

Theater am Fluss, Schwerte

Weitere Vorstellungen:

3.10. (18.00 Uhr), 5.10., 6.10., 13.10., 14.10. (jeweils 19.30 Uhr), 15.10. (18.00 Uhr)

 

Zu Anfang heißt er noch Luder und erlernt den Silberbergbau in Mansfeld. Vom legendären Blitzschlag knapp verfehlt, wird Martin Mönch, gequält von Angst und Depression, vom Teufel verfolgt, bis ihn die rettende Erkenntnis, wie er selbst sagt, auf der Kloake überkommt: Seine Gewissheit macht ihn zu Luther, zum Reformator, der aus tiefster innerer Überzeugung streitet, ein korruptes System aus den Angeln hebt, gegen Geistliche und Gelehrte souverän das Wort führt und selbst vor dem Kaiser standhaft bleibt - unter Berufung auf sein Gewissen.

 

Ob Luther selbst 95 Thesen an das Wittenberger Kirchentor hämmerte, ist weniger wichtig, als die Lawine der Umwälzung, die er in einer Zeit lostritt, die zum Aufruhr bereit ist. An seiner kleinen Universität zu Wittenberg versammelt er eine Gruppe junger, rebellisch gesinnter Professoren, der übermächtigen Papstkirche mit ihren allgegenwärtigen Kardinälen zum Trotz.

 

Zugleich ist dieser Mann kompromisslos und jähzornig, überheblich und beleidigend, zeit seines Lebens geplagt von Magenschmerzen und vom grotesken Hass auf alle, die anders glauben als er. Und obwohl er selbst alles Bestehende hinterfragt, die Bibel ins Deutsche übersetzt und in einer Sprache predigt, die die Menschen endlich verstehen, kann auch Luther irren, ohne es zu merken. 

 

Im eigens für das Theater am Fluss verfassten Schauspiel „Luther“ stehen 25 Mitwirkende in über 60 Rollen auf der Bühne. Historisch genau entsteht rund um den Mönch, Professor, Glaubenskämpfer und Familienvater Martin Luther das Panorama einer Zeit, in der Ketzer verbrannt werden, Erlösung für Geld zu kaufen ist und der Teufel hinter jedem Gedanken lauert.